Wie ASSISTEP als Therapiegerät genutzt wird [Erfahrungsbericht] | ASSISTEP
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Neuigkeiten

Schneller wieder selbstständig sein. Schneller wieder Treppensteigen können.

Lesezeit circa 6 min. Veröffentlicht 31.08.2018
Die Neurowissenschaft kann heutzutage nachweisen, dass eine Rehabilitation umso erfolgreicher ist, je früher mit der Mobilisierung begonnen wird. Ein weiterer nicht zu verachtender Punkt ist, dass man mittlerweile in der Therapie versucht, den Patienten frühzeitig am normalen Leben und Alltag teilhaben zu lassen, denn wir Menschen sind soziale Wesen. Für eine rasche Rehabilitation ist dies also unerlässlich.
Bewegung bedeutet nicht nur mehr Selbstständigkeit sondern auch Freiheit.

Gerade nach einem Sturz auf der Treppe und einem beispielsweise damit einhergehenden Oberschenkelhalsbruch oder nach Schicksalsschlägen wie dem Erleiden eines Schlaganfalls muss häufig der Bewegungsapparat trainiert werden - Stichwort Gangrehabilitation.

Die Neurowissenschaft kann heutzutage nachweisen, dass eine Rehabilitation umso erfolgreicher ist, je früher mit der Mobilisation begonnen wird. Ein weiterer nicht zu verachtender Punkt ist, dass man mittlerweile in der Therapie versucht, den Patienten frühzeitig am normalen Leben und Alltag teilhaben zu lassen, denn wir Menschen sind soziale Wesen. Für eine rasche Rehabilitation ist dies also unerlässlich.

Rehabilitation der Gehfunktion

Es gibt zahlreiche Hilfsmittel, die in der Gangrehabilitation eingesetzt werden. Sei es Robotik-gestützte Gangtrainer oder Endeffektor-Geräte, die zum Wiedererlernen des Gehens beitragen. Diese werden allerdings nur unterstützend zu dem klassischen Gangtraining mit den Therapeuten eingesetzt, da sie diese nicht gänzlich ersetzen können. Ähnlich ist es auch mit den Gangtraining auf der Treppe. Je nach Schwere der eingeschränkten Beweglichkeit erhält der Anwender Unterstützung durch Therapeuten beim Treppentraining und in Rehabilitationszentren wird ohnehin nicht ohne Therapeut trainiert. Zusätzlich zu Therapeuten kann ASSISTEP als Therapiegerät für das Treppentraining eingesetzt werden.

Rehabilitation zur Verbesserung der Gehfunktion
Rehabilitation mit ASSISTEP

ASSISTEP dient nicht nur als Treppensteighilfe in Ihrem eigenen Zuhause, um Sie sicher und unterstützend beim Treppensteigen zu begleiten, sondern wird bereits in vielen Reha-Einrichtungen, Pflege- und Seniorenheimen aktiv als Therapiegerät verwendet. Das smarte Design hilft dabei nicht nur dem Patienten, sondern stellt überdies sicher, dass die Therapeuten, die das Treppensteigen mit den Patienten trainieren, Unterstützung erhalten. Der Haltegriff kann sowohl vor als auch hinter dem Patienten eingesetzt werden.

ASSISTEP Frau treppab
ASSISTEP vor dem Anwender

Wird der Haltegriff vor dem Patienten eingesetzt, kann sich der Patient daran festhalten und bekommt somit die Stütze und Sicherheit, die er benötigt, um die Treppe sicher zu steigen. Beim Hochgehen der Treppe, kann sich der Patient am Haltegriff, wenn erforderlich, hochziehen ohne seine Kraft vollkommen auf die Arme lenken zu müssen. Werden statt dem ASSISTEP die Geländer rechts und links benutzt, liegt die Kraft in der Regel nicht auf den Beinen, sondern auf den Armen. Dadurch erfährt der Patient keinen physiologischen Ablauf des Treppensteigens und die Beinmuskulatur wird nicht im selben Maße, wie mit dem ASSISTEP, gestärkt. Dies liegt an der Körperhaltung, da Sie mit einer Stütze direkt vor dem Körper aufrecht stehen können. Außerdem verbessert sich dadurch auch die Rumpfmuskulatur und gleichzeitig die Körperhaltung.

Beim Heruntergehen der Treppe kann sich der Patient ebenfalls am Haltegriff festhalten und hat folglich eine physische aber auch mentale Sicherheit beim Treppensteigen. Oftmals haben Patienten, die das Treppensteigen trainieren oder wieder erlernen müssen, Angst vor dem Heruntergehen der Treppe - es ist vergleichbar mit einem steilen Abhang oder einem Berg, von dessen Spitze man in die Tiefe schaut. Hat man den ASSISTEP vor sich, beugt man einem eventuellen Sturz vor und kann sicherer und entspannter die Treppe heruntergehen.

ASSISTEP als Therapiegerät
ASSISTEP hinter dem Patienten

Gerade in der therapeutischen Situation kann der Haltegriff auch hinter dem Patienten verwendet werden. Beim Hinaufgehen der Treppe dient dies dazu den Patienten gegen ein mögliches nach hinten Fallen abzusichern und unterstützt folglich den Patienten, aber auch den Therapeuten, der den Patienten von hinten begleitet.

Rehabilitation mit oder ohne Therapeut

Je nach Schwere der Erkrankung oder Diagnose kann der ASSISTEP mit oder ohne Unterstützung eines Therapeuten als Therapiegerät eingesetzt werden. In Skandinavien arbeiten bereits eine Vielzahl an Ergotherapeuten und Physiotherapeuten mit dem Treppenassistenten, um die Rehabilitation der Patienten nach etwa einem Schlaganfall oder einem Oberschenkelhalsbruch zu beschleunigen. Auch in Deutschland und Österreich wird ASSISTEP in Rehabilitationszentren und Seniorenheimen eingesetzt, um Senioren aktiver zu halten und das selbstständige Steigen der Treppe zu fördern. Auf lange Sicht gesehen bietet dies den großen Vorteil der Aufrechterhaltung der eigenen Mobilität und Eigenständigkeit.

Wir waren im Zentrum der Rehabilitation Geerlofs in Pforzheim zu Besuch, wo die Treppenhilfe ASSISTEP schon seit Sommer 2017 installiert ist. Dort arbeiten die Therapeuten regelmäßig mit dem ASSISTEP als unterstützendes Hilfsmittel, um gemeinsam mit Patienten wie beispielsweise Dmitri Tschatschin, der seit 2016 aufgrund einer inkompletten Querschnittslähmung im Rollstuhl sitzt, das Treppensteigen zu üben. Zu dem Training mit dem ASSISTEP erzählt er uns Folgendes:

Wenn man längere Zeit im Rollstuhl sitzt, dann ist es eine blöde Gewohnheit, dass man alles über die Arme macht. Das sollte man eigentlich nicht tun. AssiSteps großer Vorteil ist, dass man zu Therapiezwecken viel aus den Beinen machen musst und das ist ja das was wichtig ist.
Dmitri Tschatschin (31)

Wie auch bei Dmitri muss die Gangrehabilitation auf jeden Patienten individuell zugeschnitten werden je nach Schwere der Behinderung oder Diagnose. Mit dem ASSISTEP kann der Anwender, sei es im eigenen Zuhause oder beim gemeinsamen Training mit Therapeuten selbst bestimmen in welchem Tempo und mit wie viel Unterstützung das Treppensteigen trainiert werden soll.

Krank nach Operation

Über die Nutzung des ASSISTEP als Therapiegerät zu Hause haben wir mit Barbara aus Weimar gesprochen. Barbara sitzt seit 2015 im Rollstuhl, nachdem sie sich durch eine Knieprothesen-OP den sogenannten Krankenhauskeim (MRSA-Keim) eingefangen hat. Nach etwa zehn Operationen in den letzten drei Jahren, kann sie nun - durch ihren unerschütterlichen Willen - endlich wieder ein paar Schritte selbstständig machen. Barbara hat den ASSISTEP seit Sommer 2017 bei sich zu Hause installiert und benutzt die Treppenhilfe regelmäßig mit Unterstützung ihres Mannes Rudi. Gemeinsam trainieren die beiden das Treppensteigen und sahen schon nach kurzer Zeit gute Fortschritte bei Barbara.

Barbara beim Treppentraining mit ihrem Treppenrollator ASSISTEP
Barbara beim Treppentraining mit ihrem Treppenrollator ASSISTEP
Für jedes Alter

ASSISTEP kann sowohl für Groß als auch Klein als Trainingsgerät eingesetzt werden. Unser jüngster Anwender Peder ist sechs Jahre alt und leidet an Zerebralparese (CP). Bisher konnte er die Treppe überhaupt nicht steigen. Seit er bei sich zu Hause ASSISTEP installiert hat, geht er die Treppe ganz selbstständig auf und ab. Doch nicht nur seine Gangfunktion hat sich erheblich verbessert sondern gleichzeitig auch seine Laune. Peders Mutter hat uns außerdem erzählt, dass sich seine Rumpfmuskulatur sowie seine Körperhaltung durch die regelmäßige Verwendung von ASSISTEP bei ihnen zu Hause zum Positiven verändert hat.

Nachdem mein Sohn angefangen hat den ASSISTEP regelmäßig zu benutzen, haben wir einen großen Unterschied beim Steigen normaler Treppen bemerkt. Er hat viel mehr Rumpfmuskulatur und seine Haltung hat sich stark verbessert.
Peders Mutter

Es zeigt sich also, dass ASSISTEP positiv zum Aufbau der Muskulatur beiträgt und den Anwender dazu motiviert weiterhin in Bewegung zu bleiben. ASSISTEP nimmt dem Anwender eventuelle physische aber auch psychische Hürden und sichert das Treppensteigen physisch und mental ab. Durch regelmäßiges Nutzen des ASSISTEP baut der Anwender seine Muskulatur langsam wieder auf oder hält die schon vorhandene Muskulatur aufrecht. Dies trägt ungemein dazu bei die Balance beziehungsweise das Gleichgewicht zu stärken und somit das Sturzrisiko zu senken und somit das sichereres Gehen zu gewährleisten.

Laden Sie hier unsere Broschüre herunter

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    Broschüre ASSISTEP Broschüre-ASSISTEP-Deutschland.pdf Größe: 8,49 mb Last ned